Feuer in einer Maistrocknungsanlage fordert Jeddinger und Visselhöveder Einsatzkräfte

Visselhövede, 28.09.2016. Gegen 22 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Jeddingen und Visselhövede per digitalem Funkmeldeempfänger sowie Sirene zu einem Einsatz mit dem Stichwort „F3 – brennt Maistrocknungsanlage“ in den Wehnser Weg alarmiert.
Mitarbeiter des dort ansässigen landwirtschaftlichen Betriebes mussten bei ihren Abschlussarbeiten in der Trocknungsanlage einen Schwelbrand feststellen.

Bei Eintreffen der Einsatzkräfte ergab sich folgende Lage: Es konnten keine offenen Flammen gesichtet werden. Allerdings wurde eine leichte Rauchbildung über einem Abluftschacht der mehrstöckigen Maistrocknungsanlage ausgemacht.
Es wurde ein erster Angriffsweg über eine vierteilige Steckleiter aufgebaut.
Über eben diese Leiter ging ein Atemschutztrupp in das zweite Obergeschoss mit einer Wärmebildkamera vor, um den Brandherd genauer zu lokalisieren.
Unter Einsatz eines C-Strahlrohres wurde der vorgefundene Schwelbrand mit einzelnen Sprühstößen abgelöscht.
Die Eigenschaft eines Schwelbrandes ist es, dass dieser unter Umständen nicht sofort wahrnehmbar ist, da es sich hierbei z.B. um ein Glühen oder Lodern ohne konstante Flamme handelt. Der benötigte Sauerstoff für eine sichtbare Flammenbildung ist hierbei Anfangs nur in einem zu geringen Anteil gegeben, reicht aber für einen Ausbreitungsprozess des Brandes.
Breitet sich der Schwelbrand bis zu einer Stelle aus an der zum Brennen genug Sauerstoff vorhanden ist, kann hieraus ein Feuer mit hohen Sachschaden entstehen.
Durch den Aufbau der Maistrocknungsanlage konnten einzelne Ansammlungen von brennenden Mais nicht vollständig direkt mit Wasser erreicht und abgelöscht werden.
Aus diesem Grund wurde das betroffene Brandgut über ein Förderband der Anlage auf das Außengelände des Betriebes verbracht. Dort wurde der Mais von sich zwei dort befindlichen Trupps vollständig abgelöscht.
Dadurch, dass sich die Anlage durch den Schwelbrand stark aufgeheizt hatte, mussten einzelne Bereiche des Trocknungssystems, von einem weiteren Trupp unter schwerem Atemschutz, demontiert werden, um auch an die letzten Glutnester zu gelangen.
Im Einsatz befanden sich, unter der Einsatzleitung des Visselhöveder Ortsbrandmeisters, bis kurz vor zwei Uhr (samt Rückbau und Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge) insgesamt 45 Einsatzkräfte, darunter 5 Trupps unter schwerem Atemschutz. Weiterhin vor Ort befanden sich der Abschnittsleiter des Brandschutzabschnittes Rotenburg (Wümme), der Stadtbrandmeister sowie die Polizei und der Rettungsdienst.