Anschrift des Kontrolleurs als eigene Anschrift angegeben / Täterin wurde bereits gesucht

Hamburg (ots) – Am 18.01.2017 gegen 18.45 Uhr nahm eine Streife der Bundespolizei eine per Haftbefehl gesuchte Frau (w. 63) im Hamburger Hauptbahnhof fest. Zuvor konnte die Frau in einer fahrenden S-Bahn der Linie S 11 zwischen den Bahnhöfen Dammtor und Hauptbahnhof gegenüber eingesetzten DB-Kontrolleuren keinen Fahrschein vorweisen.

Bei der anschließenden Aufnahme der Personalien und Anschrift der „Schwarzfahrerin“ hatte einer der eingesetzten Prüfer doch ernsthafte Zweifel an dem Wahrheitsgehalt der Angaben.

Denn unter der zuvor angegebenen Anschrift ist der Kontrolleur in einem kleinen Mehrfamilienhaus selbst wohnhaft und auch nebenberuflich als Hausmeister tätig; die Dame ohne Fahrschein hatte er dort noch nie gesehen…

Angeforderte Bundespolizisten übernahmen den „Fall“ dann nach Einfahrt der S-Bahn im Hauptbahnhof. Die anschließende Überprüfung der Personalien verschaffte allen Beteiligten schnell Klarheit; die Frau hat keinen festen Wohnsitz und war zur Festnahme ausgeschrieben.

Seit Anfang Januar 2017 wurde die wegen Diebstahlsdelikten und Leistungserschleichungen (Fahren ohne Fahrschein in öffentl. Verkehrsmitteln) verurteilte Frau mit einem Haftbefehl gesucht. Die deutsche Staatsangehörige hatte eine geforderte Geldstrafe bislang nicht gezahlt und hat jetzt noch eine Ersatzfreiheitsstrafe von 45 Tagen zu verbüßen.

Bundespolizisten veranlassten nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Zuführung der Frau in eine Haftanstalt.