Interschutz 2015 (1): Es blinkt, macht krach und überall Rauch

Eine Gartenlaube brennt und rund 500 Leute stehen dfrum herum und schauen zu. „Alles Gaffer!“ könnte man nun meinen, und hat vielleicht sogar Recht. Doch wonach hier „gegafft“ wird ist nicht der Brand an sich sondern der Einsatz der Löschlanzen durch ein internationales Einsatzteam, Kameraden aus England, Schweden, Australien und Deutschland. Wir befinden uns an der Vorführfläche der Interschutz, der internationalen Leitmesse zu den Themen Brand- und Katastropehnschutz, neben der Halle 26 und 24. Nach dem die Laube gelöscht und der „Hausputz“ gemacht ist, kommt noch einmal kurz der Gerätewagen Ölspurbeseitigung der Berufsfeuerwehr Hannover zum Zuge und macht sauber. „Dieses Fahrzeug ist bisher am meisten gefilmt worden,“ erzählt einer der beteiligten Feuerwehrleute. Was nun folgt, ist wohl die Zukunft der Erkundung: Die Firma Ziegler stellt ihr neues Drohnen- beziehungsweise Quattrocoptersystem vor. Dafür wird extra eins der neuen Hilfeleistungslöschfahrzeuge der BF Hannover in die Mitte gefahren und die Quattrocopter kreist drum herum. Der unbemannte Flieger bietet mit einer Reichweite von 2 Kilometern in der Fläche und 500 Metern in der Höhe schon die Möglichkeit eine Erkundung auch aus einer sicheren Distanz durchzuführen, dass muss man sagen, doch dürften auch die aktuellen Kosten von rund 1.100 Euro und mehr noch viele Feuerwehren abschrecken.

Die Hallen sind voll und die Aussteller vielseitig

Ein ELW 3 der Berufsfeuerwehr Hannover.
Ein ELW 3 der Berufsfeuerwehr Hannover.

In den Hallen tümmeln sich ebenfalls die Besucher und wenn man mit den Ausstellern spricht, wird man schon am zweiten Tag der Messe das Gefühl nicht los, dass in diesem Jahr ein Besucherrekord gebrochen wird – doch die Abrechnung erfolgt nmatürlich zum Schluss. Gezeigt wird auf dieser Messe alles was irgendwie mit dem Retten von Menschen, der Bergung, dem Löschen und dem Schützen von Lebens- und Sachständen zu tun hat. Neben den großen und bekannten Hersteller aus Deutschland sind auch einige kleinere Aussteller auf der Messe vertreten und zeigen ihr Leistungsspektrum, von der Ausgehuniform bis hin zur Zivilschutzsirene. Auch die Hilfsorganisationen haben große und informatve Stände aufgebaut, so zum Beispiel das THW welches seine Möglichkeiten der Deichverteidung und Hochwasserlagenbekämpfung zeigt, das DRK was eine Station zur humanitären Hilfe im Ausland vorstellt oder aber auch die Feuerwehr der Bundeswehr, die hier ganz ohne Gewehre auskommt.

Durch die Präsentation der neuen Fahrzeuge blitzt und blinkt es überall in den Hallen, dem Frei- oder Vorführgelände. Auch schallen die diversen Einsatzhörner durch die Gänge und man hört die Sirenen der Brandmeldeanlagen. Wer bei seinem Besuch nun neben Zeit auch etwas Geld mitgebracht hat, der kann sich bei den Bekleidungshersteller in Halle 12 auch gleich mit neuen Stiefeln, Jacken, T-Shirts und so weiter einkleiden. Alles zum mitnehmen oder zu mindestens zum direkten anprobieren und bestellen. Was man leider nicht so einfach mitnehmen kann sind die Fahrzeuge, was wohl so manch einer gerne machen würde.

Unser Tipp:

Nach dem langen Messetag kann man dann noch Kontakte knüpfen, dies geht zum Beispiel am Blaulichtstrand der Landesfeuerwerverband Nordrhein-Westfalen. Ausgang 13 West, auf dem Weg zum Messebahnhof Laatzen