Reetdachhaus im Alten Land abgebrannt – 250.000 Euro Sachschaden

Am heutigen Vormittag gegen 09:30 h wurden der Feuerwehr und der Polizei von aufmerksamen Nachbarn der Ausbruch eines Feuers in einem reetgedeckten Haus in der Hollernstraße in Hollern-Twielenfleth im Alten Land gemeldet.

Als die ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr nach einem Großalarm für fast alle Ortswehren der Samtgemeinde Lühe am Brandort eintrafen, stand der Dachstuhl des ca. 10 x 30 Meter großen Gebäudes bereits in Vollbrand.

Auch die Drehleiter wurde eingesetzt (c) Polizei
Auch die Drehleiter wurde eingesetzt (c) Polizei

Angefacht durch den starken Wind hatten sich die Flammen im Reetdach bereits in kürzester Zeit über die gesamte Dachfläche ausgebreitet.

Die Feuerwehrleute nahmen teilweise unter schwerem Atemschutz mit Unterstützung der beiden Drehleitern der Stadt Stade die Löscharbeiten vor, konnten das ca. 100 Jahre alte, leerstehende Wohn- und Wirtschaftsgebäude, das zuletzt für einen Getränkehandel genutzt wurde, jedoch nicht halten. Es brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Der Feuerwehr gelang es ein angebautes Nebengebäude sowie die umliegenden Häuser vor dem Übergreifen der Flammen zu schützen. Die Bewohner der Häuser in der Ortschaft wurden über Rundfunkdurchsage aufgefordert, Türen und Fenster geschlossen zu halten, damit die extreme Rauchentwicklung nicht in die anderen Häuser ziehen konnte.

Die Landesstraße 140 musste für die Zeit der Löscharbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt werden, der Verkehr wurde mit Hilfe der Feuerwehr örtlich umgeleitet. Zu größeren Behinderungen kam es dabei nicht.

Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz (c) Polizei
Mehrere Feuerwehren waren im Einsatz (c) Polizei

Verletzt wurde bei dem Brand niemand, der eingesetzte Rettungsdienst und die Ablösung durch die Johanniter Bereitschaft aus Stade brauchte nicht eingreifen.

Insgesamt waren ca. 160 Feuerwehrleute aus den Ortswehren Hollern-Twielenfleth, Grünendeich, Mittelnkirchen, Guderhandviertel und Steinkirchen sowie der Zug 1 und die Drehleiter des 2. Zuges der Ortswehr Stade eingesetzt.

Die Einsatzleitung des Großbrandes wurde durch die Besatzung des Einsatzleitwagens 2 des Landkreises Stade unterstützt.

Der angerichtete Gesamtschaden wird nach ersten Schätzungen von Polizei und Feuerwehr auf ca. 250.000 Euro beziffert.

Polizeibeamte aus Stade und Horneburg sowie Tatortermittler aus Stade haben noch vor Ort die ersten Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Genaue Ergebnisse werden aber erst nach den Recherchen der Brandexperten der Polizeiinspektion Stade erwartet, die in der kommenden Woche anlaufen werden.

Zeugen, die Beobachtungen gemacht haben, die mit dem Ausbruch des Feuers in Verbindung stehen könnten, werden gebeten, sich bei der Polizei in Stade unter der Rufnummer 04141-102215 zu melden.