Unterlagen zu SuedLink liegen aus

Landkreis Stade. Bei der Suche nach einer Trasse für die unterirdische Starkstromleitung „SuedLink“, mit der vor allem Windstrom vom Norden in den Süden Deutschlands transportiert werden soll, ist jetzt auch formal die Öffentlichkeit gefragt. Über 50 Aktenordner der Bundesnetzagentur stehen am Servicepunkt des Stader Kreishauses (Am Sande 2, 21682 Stade) bis zum 24. Mai zur Einsicht bereit. Landrat Michael Roesberg appelliert an alle Betroffenen, die Möglichkeit zur Information und zur Beteiligung zu nutzen.

Die im Februar vom Unternehmen Tennet vorgestellte, rund 700 Kilometer lange Wunschtrasse für das Strom-Erdkabel soll von Schleswig-Holstein kommend bei Freiburg (Elbe)/Brokdorf die Elbe queren und in Nord-Süd-Richtung rund 50 Kilometer durch den westlichen Landkreis Stade in Richtung Bremervörde verlaufen. „Uns war es deshalb wichtig, der für das Verfahren zuständigen Bundesnetzagentur die Möglichkeit zu bieten, die Unterlagen ortsnah im Kreishaus für die Bevölkerung zugänglich zu machen“, so Landrat Roesberg. Er appelliert an alle Betroffenen, die Möglichkeit zur Information und zur Beteiligung zu nutzen. „Wir werden uns die Vorschläge genau anschauen und mögliche Sorgen der Betroffenen sehr ernst nehmen“, so Roesberg. Einwendungen und Anregungen können bis zum 24. Juni im Kreishaus abgegeben oder auch zur Niederschrift aufgenommen werden (Öffnungszeiten: montags und dienstags 8 bis 12 sowie 14 bis 15.30 Uhr, mittwochs 8 bis 12 Uhr, donnerstags 8 bis 17 Uhr und freitags 8 bis 12 Uhr). Inhaltliche Auskünfte zum Projekt können Mitarbeiter/-innen des Landkreises Stade nicht geben, da die Bundesnetzagentur verfahrensführende Behörde ist und die Unterlagen lediglich beim Landkreis ausgelegt werden.
Ansprechpartnerin für das Verfahren ist die Bundesnetzagentur, Bürgerservice Netzausbau, E-Mail: info@netzausbau.de, Telefon 0800 638 9 638.

Im aktuellen Verfahrensschritt der so genannten Bundesfachplanung werden ein „Vorzugstrassenkorridor“ und mehrere alternative, jeweils bis zu einem Kilometer breite Trassenkorridore geprüft. Hierzu gehört neben einer Behördenbeteiligung auch eine Öffentlichkeitsbeteiligung zu den Unterlagen der Bundesfachplanung. Die Bundesfachplanung dient der Eingrenzung einer verbindlichen Trasse für das spätere Planfeststellungsverfahren. Im Gebiet des Landkreises Stade sollen zwei Vorhaben (Nr. 3 Brunsbüttel – Großgartach, „SuedLink“) und 4 (Wilster – Grafenrheinfeld, „SuedLink“) gemeinsam in einem Trassenkorridor geführt werden. Die Planungsunterlagen sind im Internet zu finden unter
https://www.netzausbau.de/leitungsvorhaben/bbplg/03/A/de.html .

Text: Landkreis Stade, Ch. Schmidt