Grünendeich: Feuerwehr am frühen Sonntag gefordert

Grünendeich (mb). Zwei brennende Altkleider- und Müllcontainer sowie ein brennender Holzschuppen sorgten für einen Einsatz der Feuerwehr am frühen Sonntagmorgen.

In der Nacht von Samstag auf Sonntag alarmierte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle um 1:37 Uhr die Feuerwehr Grünendeich zu einem brennenden Müllcontainer am Friedhof im Obstmarschenweg. Diese Einsatzstelle war den Feuerwehrleuten nicht unbekannt. Bereits vor drei Wochen brannte dieser Container schon einmal. Da auch in dieser Nacht weitere brennende Container vermutet wurden, kontrollierten die Grünendeicher alle Müllplätze und wurden in Mojenhörn fündig. Hier brannte ein Altkleidercontainer. Diese wurde aufgebrochen und abgelöscht. Nach einer Stunde konnten die Einsatzkräfte wieder die Nachtruhe antreten.

Diese sollte jedoch nicht lange andauern. Eineinhalb Stunden später gegen 4 Uhr meldeten Anwohner eines Hauses einen brennenden Holzschuppen in Huttfleth. Umgehend machten sich Feuerwehren aus Grünendeich, Steinkirchen und Hollern-Twielenfleth auf dem Weg. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, brannte der Schuppen bereits in voller Ausdehnung und hatte bereits auf das angrenzende Wohnhaus übergegriffen. Daraufhin
wurden die Feuerwehr Mittelnkirchen und die Drehleiter vom Zug 1 der Feuerwehr Stade nachalarmiert. Die Hitzeentwicklung war so stark, dass sogar eine Mülltonne die Kunststofffensterrahmen in Mitleidenschaft gezogen wurden und sich das Feuer auf eine im Erdgeschoss liegende Werkstatt ausbreitete. Feuerwehrleute unter Atemschutz löschten die
Überreste des Schuppens sowie die Werkstatt ab. Zudem mussten Teile des Daches des Wohnhauses entfernt werden. Die Glutnester wurden mit Hilfe eine Wärmebildkamera kontrolliert. Der Gesamtschaden wird auf ca. 50.000 € geschätzt. Noch vor Ort nahm die Polizei die Ermittlungen auf.

Im weiteren Verlauf ergab sich ein weiterer Einsatz für die Freiwilligen. Als der für die Absicherung der Einsatzkräfte bestellte Rettungswagen des DRK an der Einsatzstelle eintraf, stellten die Notfallsanitäter fest, dass Öl aus ihrem Fahrzeug, vermutlich hervorgerufen durch einen defekten Turbolader, austrat und eine Ölspur auf der Straße hinterlassen hatte. Diese
ging bis nach Hohenfelde und wurde von der Feuerwehr Mittelnkirchen abgestreut. Der Rettungswagen wurde abgeschleppt und ein Ersatzfahrzeug bereitgestellt. Gegen 6 Uhr konnten die ca. 85 Einsatzkräfte wieder in ihre Gerätehäuser zurückkehren. Die Polizei sucht in diesem Zusammenhang Zeugen, die sachdienliche Hinweise zum Entstehen der Brände machen können. Diese können sich telefonisch unter 04142-81198 bei der Polizeistation Steinkirchen melden.

Foto und Text: Matthias Brandt, Pressesprecher Freiwillige Feuerwehr Samtgemeinde Lühe