Im Herbst nach draußen – im Dunkeln aber bitte sichtbar

Der Herbst ist da, das hat man spätestens an diesem Wochenende gemerkt, wo es sehr sehr viel geregnet hat und man beim Wind das Gefühl hatte er käme aus allen Richtungen gleichzeitig. Doch es gibt ja auch die schönen Herbsttage die einen nach draußen locken und an die frische Luft ziehen – das ist ja schließlich auch gesund und gut für alles im Körper. Doch vieles was gut ist hat auch so seine kleinen Nachteile.

Das größte Problem das sich in den nächsten Wochen wieder zeigt ist, dass man tagsüber zwar noch halbwegs mit seiner schwarzen Jacke und dunklen Hose gesehen wird, doch so gegen 17 Uhr spätestens ändert sich das. Und welcher Autofahrer kennt das nicht, man ist in der Stadt oder im Dorf unterwegs, will abbiegen und plötzlich steht da jemand und zeigt einem den Vogel? Als wenn man als Autofahrer mit Absicht auf Fußgänger zielt. (Okay manchmal würde man gerne…) Doch bei genauer Überlegung hat man diesen „netten“ Fußgänger wohl erst sehr spät erkannt, da er sich in Tarnfarben durch die Nacht geschlichen hat. Das gleiche gilt übrigens auch für eine ganze Menge Radfahrer in unserem Land: Immer wieder rauschen die Räder an einem vorbei und es ist kein Licht eingeschaltet. Während man sich als Fußgänger meist nur erschreckt und zur Seite hüpft, kann das bei einem Treffen mit Autos böse enden. Und das, obwohl Radfahren ohne Beleuchtung bzw. bei defektem Licht 20 Euro Strafe kostet und wenn man jemanden gefährdet sogar 25 Euro. Während jetzt die ersten sagen „Wann kontrolliert mich die Polizei schon mal?“, denken die anderen „bei mir ist immer alles in Ordnung.“ Doch stimmt das wirklich? Ich dachte auch immer bei mir ist das Licht völlig in Ordnung, bis ich neulich meine LED-Lampen einschalten wollte und es passierte … nichts. Okay, es waren nur die Batterien leer, doch im Sommer habe ich sie nicht gebraucht und nun stand ich da.

Nun zurück zu euch: Wenn ihr nun also abends spazieren gehen wollt, so macht das und geht raus an die frische Luft. Doch nicht vergessen, dass man im Halbdunkel oder nachts in der schwarzen Jacke oder in sonst dunklen Klamotten nicht so gut gesehen wird. Ich verstehe ja auch, wenn einige keine Lust haben sich eine Warnweste anzuziehen und dann raus wollen, doch das muss es ja auch nicht sein. Oft reicht es ja schon aus wenn man sich eine hellere Hose anzieht, die hellere Jacke nimmt oder Armbänder mit Reflexstreifen anzieht. Man soll ja nur die Autofahrer auf sich aufmerksam machen. Das gilt auch für die Kinder die abends noch draußen unterwegs sind und zum Beispiel von Freunden wieder nach Hause kommen. Auch hier sollte man darauf achten, dass sie sich hell gekleidet haben oder an der Jacke Reflexstreifen sind. Schließlich wollen wir ja alle nach dem Spaziergang auch wieder gesund zu Hause auf dem Sofa landen.

Licht-Test in der Werkstatt. (c)ProMotor
Licht-Test in der Werkstatt. (c)ProMotor
Aber auch die Autofahrer sind jetzt im Herbst gefragt. Ich kann es immer nicht verstehen, dass morgens oder abends einem PKW entgegen kommen, deren Licht teilweise nicht funktioniert. Auch hier kann man natürlich sagen „Ach mit einem Licht sieht man mich doch…“ Das will ich so nicht unterstützen. Auch wenn man selbst vielleicht der Überzeugung ist, dass man noch was sieht und selbst gesehen wird, sind die Lichter ja nicht umsonst genauso eingebaut und vorgeschrieben, wie sie es sind. Und gerade jetzt im Herbst bieten fast alle Werkstätten den kostenlosen Lichttest, wo man kurz seine Beleuchtung checken lassen kann und nach gut fünf Minuten wieder vom Hof ist, an. Und diese paar Minuten sollten jedem sein Auto und das Leben anderer Wert sein.