Viel los für die Feuerwehren in Visselhövede

Im Juli gab es für die Visselhöveder Feuerwehr viel zu tun. Stadtpressesprecher Sebastian Kurz und sein Stellvertreter Jonas Hermonies haben uns mit einer ganzen Reihe an Mitteilungen versorgt, die wir euch nicht länger vorenthalten wollen. Leider gibt es die Meldungen heute erst als Zusammenfassung, da wir zwischenzeitlich ein wenig umgebaut haben und deshalb der Blog etwas ins Hintertreffen kam. Doch nun geht es frisch weiter.

Hiddingen, 27.07.2016. Um halb sechs in der Früh wurde nicht nur die Ortsfeuerwehr Hiddingen aus dem Schlaf gerissen, sondern auch gleich alle Einwohner von Hiddingen. Mit Sirene und digitalem Meldeempfänger wurden die Kräfte auf die Neuenkirchener Straße in Richtung Drögenbostel alarmiert.
Hier sollte ein Baum auf der Fahrbahn liegen. Vor Ort stellte sich heraus, dass lediglich ein etwas größerer Ast die eine Fahrbahnseite blockierte. Dieser wurde mit Motorsäge zerschnitten und die Straße vom restlichen Gestrüpp befreit.
Während des Einsatzes musste die Straße für rund zehn Minuten voll gesperrt werden, um die eigenen Kameraden nicht zu gefährden.
Im Einsatz befanden sich neun ehrenamtliche Feuerwehrkräfte der Ortswehr Hiddingen.

Buchholz 25.07.16. Am frühen Montagabend um 17:31 Uhr wurden die Feuerwehren Buchholz, Wittorf und Visselhövede zu einem „F2 – Feuer Spänebunker“ in einem Tischlereibetrieb über Sirene und digitale Funkmeldeempfänger alarmiert.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich nach Erkundung der Lage heraus, dass aus noch ungeklärter Brandursache, ein Schwelbrand im Bereich der Späne-Absauganlage entstanden ist.
Dieser Entstehungsbrand konnte von den Mitarbeitern des Betriebes, unter Einsatz von Feuerlöschern, als Erstmaßnahme verhindert werden.
Aufgrund von geringer, aber vorhandener Verrauchung, gingen Trupps unter Atemschutz in das Gebäude vor, um ein genaueres Bild von der Lage zu bekommen. Mittels Wärmebildkamera wurden die einzelnen Absaugrohre der Anlage im Gebäudeinneren nach versteckten Glutnester abgesucht. Zur Sicherheit und schnelleren Brandbekämpfung wurde ein CO-Feuerlöscher mitgeführt.
Die Späne-Absauganlage, samt Spänebehälter, wurde mit Wasser vom Schnellangriff des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) aus Visselhövede gekühlt.
Weitere Einsatzkräfte brachten einen Hochdrucklüfter zur Belüftung des Gebäudes in Stellung.
Nach einer ausführlichen Nachkontrolle konnten die 29 Feuerwehrkräfte der Buchholzer und Visselhöveder Wehr die Rückfahrt antreten.
Ebenfalls am Einsatzort befand sich der Rettungsdienst mit einem Rettungswagen. Dieser wird bei einem erhöhten Einsatzstichwort zur Absicherung der Einsatzkräfte automatisch mitalarmiert.
Personen kamen bei diesem Einsatz nicht zu Schaden.
Die Eigenschaft eines Schwelbrandes ist es, dass dieser unter Umständen nicht sofort wahrnehmbar ist, da es sich hierbei z.B. um ein Glühen oder Lodern ohne konstante Flamme handelt.
Der benötigte Sauerstoff für eine sichtbare Flammenbildung ist hierbei Anfangs nur in einem zu geringen Anteil gegeben, reicht aber für einen Ausbreitungsprozess des Brandes.
Breitet sich der Schwelbrand bis zu einer Stelle aus an der zum Brennen genug Sauerstoff vorhanden ist, kann hieraus ein Feuer mit hohen Sachschaden entstehen.

Visselhövede, 20.07.2016. Die Ortsfeuerwehren Kettenburg und Wittorf fanden sich am Mittwoch Abend am Visselsee 3 ein. Die Stadt Visselhövede lud dazu ein, zwei neue Tragkraftspritzen (TS) von verschiedenen Herstellern sich vorführen zu lassen und auch selbst auszuprobieren.
Die Tragkraftspritze aus Wittorf ist bereits 56 Jahre alt und erfüllt nicht mehr die Leistungsvoraussetzungen. Vor 20 Jahren wurde für die Kettenburger Kameraden zwar erst eine TS 2-Takt beschafft, diese ist aber relativ anfällig und fällt oftmals aus. Ein ausreichender Brandschutz ist also unter Umständen in den beiden Ortsteilen nicht mehr sichergestellt.
Zur Wahl standen die Ziegler Ultra Power 4 und die Rosenbauer Fox 3. Beide TS wurden durch die Vertreter der Firmen ausführlich erklärt und vorgeführt, bevor die Kameraden selbst die Leistung beider Pumpen ausreizen durften.
Vergleicht man beide TS miteinander, so fällt gleich ein gravierender Unterschied auf: Die Ziegler Ultra Power 4 erfordert kein Fachwissen über Tragkraftspritzen. Motor starten und Gas geben. Den Rest regelt die Pumpe, mittels einer Fliehkraftkupplung, von alleine. Somit kann die Pumpe im Ernstfall von jedem Kameraden problemlos betrieben werden.
Die Rosenbauer Fox 3 hingegen ist zwar deutlich leichter, erfordert aber noch immer ein wenig technisches Geschick, damit vorne am Strahlrohr genug Wasser ankommt.
Beide Pumpen jedoch sind im Vergleich preislich auf gleicher Höhe angesiedelt. Vor Ort stellte sich demnach schnell ein Favorit heraus.
Welche Tragkraftspritze letztendlich beschafft wird, hängt von der Politik ab. Die zwar bereits 27.000 € genehmigt hat, aber noch nicht, welche der beiden Pumpen für die Ortswehren tatsächlich gekauft wird.

Visselhövede, 08.07.2016. Wieder brennt es in nächtlicher Stunde. Diesmal wurden die ehrenamtlichen Kräfte der Ortsfeuerwehr Visselhövede um 00:43 Uhr in die Pappelstraße gerufen. Auf dem digitalen Meldeempfänger stand „F1 – brennt Altkleidercontainer“.
Diese Altkleidercontainer brannten nicht zum ersten Mal, sodass sich die Feuerwehrleute mit den schwierig zu öffnenden Containern bereits auskannten.
Die Lage bestätigte sich, als Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring als erstes mit dem Einsatzleitwagen den Einsatzort errreichte.
Nur kurze Zeit später traf das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) ein. Während der Anfahrt hatte sich bereits ein Trupp mit schwerem Atemschutz ausgerüstet, um gegen die giftigen Dämpfe von brennender Kleidung geschützt zu sein. Der Brand in einem der Altkleidercontainer wurde zügig mittels des Schnellangriffes des Fahrzeuges abgelöscht und der Container im Anschluss geöffnet, um die einzelnen Kleidungsstücke gänzlich abzulöschen.
Zur Sicherheit wurde ebenfalls der nebenstehende Altkleidercontainer abgelöscht, um einem Folgeeinsatz vorzubeugen.
Neben dem HLF waren ebenfalls das Tanklöschfarzeug (TLF) und der Rüstwagen (RW) nur kurze Zeit später eingetroffen, wobei der RW für die Ausleuchtung der Einsatzstelle sorgte.
Nur 20 Minunten nach Alarmierung war die Ortsfeuerwehr bereits wieder auf dem Rückweg, nachdem die Einsatzstelle an die Polizei zur weiteren Ermittlung übergeben wurde.
Dies ist der 4. Brandeinsatz in Folge in nur wenigen Tagen im Umkreis von nur rund zwei Kilomentern.
Im Einsatz befanden sich 14 Kameraden der Feuerwehr sowie die Polizei, die weiterhin bittet sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen an die Visselhöveder Dienststelle unter der Telefonnummer 04262/959830 weiterzugeben.

Visselhövede, 05.07.2016. In der Nacht von Montag auf Dienstag um 2:56 Uhr wurde die Feuerwehr Visselhövede zu einem Brandeinsatz mit der Meldung „FW1 – Feuerschein im Waldgebiet Wrietreith“ alarmiert.
Beim Eintreffen der Feuerwehrkräfte konnte der Feuerwehrleitstelle eine genauere Lage gemeldet werden. Es brannten circa 200 Kubikmeter zusammengetragener Baumschnitt von Forstarbeiten, in direkter Nähe eines Waldes.
Als erste Maßnahme wurde mittels des geländegängigen Tanklöschfahrzeuges (TLF) die angrenzende, noch teilweise feuchte Wiese befahren und der Wasserwerfer auf dem Dach des Fahrzeuges in Stellung gebracht.
Unterdessen machte sich die Gruppenbesatzung des Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges (HLF) an die Arbeit, die durchgehende Wasserversorgung von einem Unterflurhydranten zum ca. 200 Meter entfernten TLF aufzubauen.
Der 2400 Liter Wassertank des TLF war nach Rund fünf Minuten Wasserwerfer-Einsatz aufgebraucht. Dies diente für den Erstangriff, um ein weiteres Ausbreiten des Brandes für kurze Zeit zu unterbinden, bis die Schlauchleitung vom Unterflurhydranten gelegt war.
Die weiteren Löscharbeiten wurden durch drei Trupps unter Einsatz von C-Strahlrohren fortgesetzt. Eine Ausbreitung des Brandes auf das Waldstück Wriethreit konnte somit dauerhaft verhindert werden.
Die Löscharbeiten erwiesen sich als langwierig, da sich tiefer im schwer erreichbaren Unterholz Glutnester befanden. Weiterhin bot sich keine Möglichkeit das Gehölz mittels Radlader, oder ähnlichem, auf dem unwegsamen Gelände auseinanderzufahren und einzeln abzulöschen.
In den frühen Morgenstunden wurde eine B-Leitung aufgebaut und mit dem B-Strahlrohr weiter vorgegangen. Weitere ergänzende Untersuchungen mit der Wärmebildkamera zeigten noch vereinzelt Glutnester an.
Um auch die untersten Glutnester erreichen zu können, wurde Netzmittel zum weiteren Ablöschen benutzt. Nach kurzem Einsatz des Netzmittels, wurden die Löscharbeiten gegen 6 Uhr morgens eingestellt und mit dem Rückbau der Einsatzmaterialen begonnen.
Die 13 beschäftigten ehrenamtlichen Feuerwehrkräfte konnten nach der Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge gegen 7 Uhr ihren Dienst beenden.
Um 14:30 Uhr fanden nochmals weitere Nachlöscharbeiten durch eine Tanklöschfahrzeugbesatzung statt.
Nach Aussage der Polizei kann davon ausgegangen werden, dass aufgrund der feuchten Witterung, der Brand vorsätzlich gelegt worden sein dürfte.
Sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen sind bitte an die Visselhöveder Polizei unter der Telefonnummer 04262/959830 zu richten.

Wir danken den beiden Pressesprechern ganz herzlich für Ihre Arbeit und würden uns freuen, wenn auch deine Meldungen künftig unsere Redaktion erreichen. Das geht ganz einfach per Email unter redaktion@heideundelbe.de. Viele der Meldungen finden sich künftig auch in unserem Radiosender wieder, welcher am Samstag, 6. August, an den Start geht.

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