Visselhöveder Treffen der Alters- und Reservegruppen

Visselhövede, 19.08.16. In diesem Jahr fand das Alterstreffen im Visselhöveder Feuerwehrhaus statt. Aus dem gesamten Stadtgebiet fanden sich 70 Kameraden der Alters-und Reservegruppen zusammen, um bei einem gemütlichen Abend einem Vortrag vom Leiter des Gefahrgut- und Umweltschutzzuges des Landkreises Rotenburg (Wümme), Torben Wilshusen, zu lauschen. Stadtbrandmeister Heiko Hermonies sowie dessen Stellvertreter und Visselhöveder Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring begrüßten die versammelten Kameraden. Auch Tam Ofori-Thomas konnte als Gast begrüßt werden, der ebenfalls sein Grußwort an die Kameraden vor Ort richtete.

Weiterhin bot Ortsbrandmeister Kai-Olaf Häring seinen Gästen an, den Ausbaustatus des Einsatzleitwagens und die damit verbundene Einsatzleitung Ort, kurz ELO genannt, vorzustellen. Diese kann auf Wunsch des Einsatzleiters im Bedarfsfall hinzu alarmiert werden, um ihn bei seinen wichtigen Führungsaufgaben zu unterstützen bzw. zu entlasten. Dies kann zum Beispiel durch das Abnehmen der Einsatzstellendokumentation und die Unterstützung bei Nachforderungen erfolgen.

Im Anschluss an den Vortrag, über die Vorstellung der einzelnen Bereiche des Gefahrgut- und Umweltschutzzuges und deren Einsätze, verköstigten die aktiven Visselhöveder Kameraden ihre Gäste noch mit Leckereien vom Grill.
Im Hintergrund wurden den ganzen Abend noch Bilder aus vergangenen Feuerwehr- Einsätzen, Übungen und Veranstaltungen der letzten 12 Jahre gezeigt, an die sich wohl manch älterer Kamerad noch besser erinnern kann als die Jüngeren.
Im weiteren Abendverlauf fand bei gemütlichen beisammensitzen noch ein reger Gesprächsaustauch statt.

Bei Anforderung des Gefahrgutzuges sollte der Ortsbrandmeister schon wissen was er vor Ort benötigt

Der Vortrag von Torben Wilshusen dürfte auch die ebenfalls größtenteils anwesend gewesenen Ortsbrandmeister (Fahrer für die Alterskameraden) interessiert haben. Zum Beispiel konnte gut dargestellt werden, dass bei einer Alarmierung des Gefahr- und Umweltschutzzuges, welcher z.B. vom „Messwagen“ (ABC-ErkW) bis hin zum LKW (Dekon-P) mit einer Dekontaminationsstrecke und Transportmöglichkeiten von Trinkwasser ausgestattet ist, der Einsatzleiter (meist Ortsbrandmeister) schon wissen muss, was er vor Ort benötigt.

Ebenfalls interessant zu wissen ist, dass eine Komponente des Gefahrgut- und Umweltschutzzuges, vor gar nicht zu langer Zeit, bei dem letzten Einsatz in Visselhövede mit dem Stichwort „F2 – Explosion auf der Loge“ vom 06. August z.B. der besagte „Messwagen“ (ABC-ErkW) hinzu alarmiert wurde. Dieser sollte eventuell erhöhte Gaskonzentrationen in der Luft dokumentieren. Diese Konzentrationen konnten nicht festgestellt werden an diesem Abend. Und eben auch dieser Umstand wurde dokumentiert, so das bei Rückfragen oder gar Missständen ein schriftliches Protokoll vorliegt, das den Einsatzleiter entlasten kann.

Wer die Präsentation von Torben Wilshusen und seinen speziell geschulten Kameraden zum Thema Gefahrgut- und Umweltschutz sich einmal genauer ansehen möchte, oder sogar Interesse an einer Teilnahme an diesem hat (natürlich nach dem Eintritt in eine ortsansässige Feuerwehr und der Ausbildung zum Truppmann/frau mit Atemschutzgeräteträgerlehrgang) , kann diese hier auf der Internetseite der Feuerwehrzeitschrift des Florian Rotenburgs gern einsehen: http://www.florian-rotenburg.org/wp-content/uploads/2014/02/Vorstellung-Gefahrgutzug-ROW-01-2016.pdf